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Dieter Rams
Zehn Thesen für gutes Design:

• Gutes Design ist innovativ.
• Gutes Design macht ein Produkt brauchbar.
• Gutes Design ist ästhetisch.
• Gutes Design macht ein Produkt verständlich.
• Gutes Design ist unaufdringlich.
• Gutes Design ist ehrlich.
• Gutes Design ist langlebig.
• Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail.
• Gutes Design ist umweltfreundlich.
• Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.



Persönliches :-)

mein Musikgeschmack ist weniger klassisch, so gut wie kein POP
aber lounch Chillout modern Jazz sehr gut aufgenommen und exzelent produziert.


Meine persönliche Philosophie zum Aufbau von Lautsprecherboxen

Rund 15 Jahre lang habe ich viele Lautsprecherboxen und auch
Studio Monitore in meiner damaligen Schreinerei gebaut.
Viel Erfahrung im Umgang mit Holz und was Lautsprecher erwarten ergaben sich dabei.


Klang und Geschmack von Lautsprechern:
Wenn der Fusswippfaktor bei geschlossenen Augen aktiviert wird, ist man schon gut dabei :-)
Es gibt auch nicht den Rotwein und auch nicht den Käse der allen schmeckt.
Man kann aber ein paar Regeln einhalten die zumindest eine Neutralität anstreben.


Lautsprecher haben die Aufgabe elektrische Signale in Luftbewegung um zu wandeln.
Das muss man sich immer vor Augen halten....

Wirkungsgrad:
Der Wirkungsgrad von Lautsprechern wirkt sich dahingehend aus,
dass je höher der Wirkungsgrad ist, desto intensiver freudiger und schneller
setzt der Lautsprecher die zu geführte Leistung in Membranbewegung Schallintensität um.
Angegeben wird das in
dB / 1 W / 1 m. Lautstärke in einem Meter Entfernung
bei einem Watt Leistungszuführung gemessen.
Beispiel:
Eine Box die 3db mehr Wirkungsgrad wie eine andere hat,
erzeugt die
doppelte Schallintensität.
+6db wäre dann eine Vervierfachung der Schallintensität.
Anders ausgedrückt, wenn ich 3db mehr Schallintensität haben möchte,
brauch ich auch die
doppelte Verstärkerleistung.
Wenn ich Zimmerlautstärke (um 60db) haben möchte, mit einer neuen 3db empfindlicheren Box
brauch ich nur die hälfte der Verstärkerleistung, gegenüber den vorherigen Boxen.
Wer mehr erlesen möchte, kann das hier tun:-)
Das schöne an wirkungsstarken >90db Lautsprechern ist die Fähigkeit auch bei
kleinsten Signalen / Lautstärken diese freudigst weiter zu geben.
Also voller Genuss, auch bei normalen Zimmer Lautstärken.

Bei der Arbeit sollte der Lautsprecher keine oder nur sehr geringe Energie in
Bewegungsenergie des Gehäuses umsetzten.
Vor allem im Bassbereich erfordert dieses eine steife Masse die einfach da steht
mit einem wohl fühl Volumen in dem sich der Lautsprecher entfalten kann.

Das Gehäuse:
Erzeuge Masse (Gewicht) mit einem definiertem Volumen
in dem sich der Lautsprecher wohl fühlt, aber nicht die Box
in Schwingung versetzt.

Die Wände der Box sollten kein Akustisches Eigenleben haben.
Man kann dazu Tischlerplatten über Kreuz verleimen. Zum Beispiel um 90 Grad
versetzte dünne Platten zu einer dickeren Platte über einander kleben.
MIttig aufgeklepte Hartholz Leisten im Inneren der Box verhindern ebenfalls
ein Akustisches Eigenleben.
Wer dazu keine Lust hat, nimmt Birken Multiplex Platten.
Was Steifigkeit und Eigenklang angeht, ist und war Multiplex bei mir immer 1. Wahl.
Leim:
Zum bau meiner Boxen habe ich immer Propellerleim verwendet.
Wenn alles bricht, aber nie an den Klebestellen mit Propellerleim :-)
Zumal wenn die Oberfläche der Box behandelt wird, geölt gewachst, lackiert
sieht man bei Propellerleim nie die Klebestellen. Das hat ja optisch auch was :-).

Form und Gestaltung einer Box:
Um es vor weg zu nehmen, bin ich kein Esoteriker :-)
Ich mag es aber wenn Formen eine Erscheinungsharmonie ergeben.
Schließlich sind die Boxen ja Bestandteil unsres Wohn- Lebensraumes.
Der goldene Schnitt ist dazu eine Anregung, was die Verhältnissmässigkeit
von Maßen zu einander angeht. Also Breite zu Höhe zB.
Teilung einer Strecke im Verhältnis des Goldenen Schnittes: a verhält sich zu b wie a+b zu a.
Im Netz nach zu lesen unter:

Schall ist weder eckig noch kantig. Also sollte man bei der Gestaltung einer Box es immer
vor sehen, diese so harmonisch wie möglich ab zu runden , oder den Kanten
ihre Schärfe zu entnehmen.
Der abgestrahlte Schall vermittelt sein Wohlverhalten an dein Ohr.

Sprungantwort:
Schön dargestellt und erklärt wird es hier.
Wie jemand alle Lautsprecher auf eine Frontwand in einer Ebene aufbringen kann,
weiss ich auch nicht.
Eine Regel sagt, dass die Spulen der Chassis von der Seite her betrachtet,
auf einer senkrechten Linie von oben nach unten angeordnet werden sollten.
Auf Grund dessen habe ich auf den Bassgehäusen ein Mitteltongehäuse gesetzt,
und darüber den Hochtöner angebracht.
So lässt sich durch verschieben der Gehäuse zu einander die Sprungantwort einstellen.
Zumal sich dieser auch mit der Hörposition verändert.
hörer
Ein Abstimmen der Lautsprecherposition lässt sich auch sehr schön mit
rosa Rauschen und dem Messmikro am Hörplatz einstellen.
Bewährt hat sich dazu die neuste Errungenschaft für solche Messungen, das iPhone
mit einem Spectrumanalyser App Namens "RTA Lite" und ist kostenlos :-)

Wer sich überhaupt nicht mit diesem Thema befassen möchte, benutzt
Koax oder Breitband Lautsprecher. Diese bestehen in der Regel aus 2 Systemen wobei
der Hochtöner im Zentrum des BassMitteltöners an geordnet ist. Die Räumliche
Darstellung ist bei diesen Lautsprechern unübertroffen.
Schaut euch mal Tannoy Monitore an ....--)

Passive Lautsprecherweichen:
Ich habe es immer so gehalten, dass ich einen Bass oder Mitteltonlautsprecher
in seinem Gehäuse eingemessen habe.
Dazu habe ich über einem Verstärker dem Lautsprecher in seinem Gehäuse
rosa Rauschen zu geführt, und über ein Messmikrofon am Spectrumanalyser
gesehen, was der Lautsprecher übertragen kann.
Habe also so seinen IST Zustand des Lautsprechers in seiner Gehäuse ermittelt,
mit dem man rechnen kann.
Auf Grund dieser Ergebnisse habe ich die Weiche berechnet, um so die
Lautsprecher gezielt dort ein zu setzen, wo sie am besten waren.
Und das in ihrem Wohlfühl Volumen , die der Hersteller des Chassis vor gab.

Die verwendeten Bauteile einer Weiche Ist auch ein Thema für sich...
Spulen:
es ist klar, dass sie so niederohming wie möglich sein sollten.
Der Preis dafür geht leider recht schnell in die Höhe, da der
Material Aufwand viel höher ist. Da muss man eben Kompromisse ein gehen.
Kondensatoren:
Kondensatoren sollten die teuer erzeugte Spannung des Verstärkers möglichst
verlustarm an die Lautsprecher weiter geben.
Es müssen dazu nicht die teuersten verwendet werden.
Meine Philosophie dazu ist, erzeuge die gewünschte Kapazität durch die
Zusammenschaltung von mehreren Kondensatoren. WIMA zB.
Die Verluste halten sich dann dadurch in Grenzen, dass man quasi die
"Dicke" also Durchflußfähigkeit des C´s vergrößert.
Mittel und Hochtöner vermitteln dir diese Freudigkeit und Verlustarmut unüberhörbar.

Ich denke, dass auf Grund der beschriebenen Maßnamen eine Lautsprecherbox
entsteht, die mit hoher Freudigkeit die Musik an unser Ohr führt.
Über meine Philosophie zu den Dingen kann man sich streiten.
Ich bin ein Verfechter des durch rauschen:-) Mit durch rauschen kann man
viel über die Übertragungsqualität eines Gerätes oder Lautsprecher erfahren.
Musik besteht eben nicht nur aus einem Sinuston, sondern aus einer Fülle
von Schallereignissen. Deswegen mag ich rosa Rauschen zum messen.
Ich bin mit diesen Philosophien immer sehr gut gefahren, und habe viel Freude damit erlebt.
Im Grunde sind es nur eine Hand voll Regeln die Ihr beachten solltet,
um wirklich die Freudigkeit zu erleben, mit der lebendige Musik an euer Ohr gelangt ....

Viel Spass dabei .... Dieter

ps Digitale Filter an Boxen:
Ich habe im Profibereich Monitorboxen solche Möglichkeiten noch nicht gesehen.
Für mich sind es letztlich nur Krücken, um irgend welchen
Lautsprechern das gewünschte Endergebnis auf zu zwingen,
ohne die eigentlichen Charaktere der Systeme oder
Boxen wahr zu nehmen oder sie bei der
Konstruktion zu berücksichtigen.
Aber wie gesagt, es ist meine Philosophie ....

Es wird keine Garantie für die hier aufgezeigten Darstellungen gegeben !!!